Home-Office - wenn die Lösung zum Problem wird.


HOME-OFFICE - Die beste Lösung in der Krise?

Wir waren nicht vorbereitet! So oder so ähnlich werden viele in den letzten Tagen gedacht haben. Und doch, jetzt ist es so. Die „Krise“ ist da und hat Auswirkungen. Auswirkungen auf viele Branchen, Bereiche und Menschen. Auf uns alle. Und es geht hier jetzt nicht darum über die Krise zu lamentieren, sondern ganz konkret auf die Auswirkungen dieser Situation in Bezug auf das Weiterarbeiten von Unternehmen zu schauen, dann es geht ja vor allem darum, dass wir gut auf der „anderen Seite“ ankommen.


Die erste Woche...

In der ersten Woche ist bereits extrem viel im öffentlichen Leben geschehen. Gaststätten haben Stück für Stück geschlossen und keine Gäste mehr. Versammlungen von größeren Menschenmengen sind untersagt worden.


Inzwischen auch keiner Versammlungen. Treffen nur noch im Familienkreis. Es gibt die Empfehlung nur zum Einkaufen, für echt notwendige Dinge wie Arztbesuche das Haus zu verlassen. Zur Arbeit fahren ist noch erlaubt. Grenzen sind geschlossen.


Viele sind verunsichert.

In den Unternehmen tut sich einiges. Viele Unternehmen und Führungskräfte wurden von der Geschwindigkeit, mit der die aktuelle Situation eingetroffen ist absolut überrascht. Krisen- oder Notfallpläne gab es nicht oder nicht für ein solches Szenario.


Es herrscht viel Unsicherheit und Verwirrung. Teilweise fühlt es sich so an, als würden „kopflose“ Entscheidungen getroffen werden. Und gleichzeitig sind die ersten praktischen Maßnahmen inzwischen eingeleitet und greifen… Möglichkeiten zur Händedesinfektion, Kurzarbeit und vieles mehr.

Auf nach Hause! Auf ins Home-Office!


Eine weitere Maßnahme, um mit der Situation umzugehen, ist schnell im Gespräch: das Home-Office.

Von New-Work-Verfechtern schon lange herbeigesehnt. Von den Fans der digitalen Transformation schon lange als eine sinnvolle und effektive Ergänzung zur traditionellen vor-Ort-Arbeit propagiert.


Jetzt bekommt das bisher in vielen Unternehmen und Organisationen so vehement abgelehnte Home-Office eine „krisen-relevante“ Bedeutung. Es bietet sich als Möglichkeit an, direkt viele Probleme auf einen Streich zu lösen:


  • Mitarbeiter treffen sich nicht mehr bei der Arbeit und so wird das Infektionsrisiko vermindert.

  • Mitarbeiter können sich um Ihre Kinder kümmern, da Kindergärten und Schulen geschlossen haben.

  • Mitarbeiter können weiterarbeiten.

  • Das Unternehmen bleibt handlungsfähig und kann seinen Geschäftsbetrieb fortsetzen, das in vielen Unternehmen heute eh schon viele Arbeiten eher „Denk- und Kreativ-Arbeiten“ sind.

Home-Office ist so gesehen erst mal eine tolle Lösung.


Für diejenigen, die früher schon immer neidisch auf Kollegen schielt haben, bei denen Home-Office ganz normal zum Arbeiten gehört hat, wird es ein innerliches „na endlich“ gegeben haben. Für andere ist alleine der Gedanke an Home-Office - aus unterschiedlichen Gründen - direkt eine Horrorvorstellung und sie begegnen dem Gedanken mit Ablehnung.

Home-Office gehört bei vielen Unternehmen bisher nicht zur Arbeitskultur.

Die Krise macht’s möglich! Home-Office wird innerhalb von wenigen Tagen nicht nur salonfähig, sondern zum Mittel der Wahl um den Geschäftsbetrieb am Laufen zu halten und die Mitarbeiter zu schützen. Home-Office ist plötzlich da, irgendwie. Doch wie bei allen Dingen, die „schnell, schnell“ erledigt und eingeführt werden müssen, passiert es auch ebenso schnell, dass man essenzielle Dinge vergisst, für nicht so wichtig hält oder gar nicht erst beachtet. Vielmehr läuft es so, dass Mitarbeiter dieser Tage das Büro verlassen und unter dem linken Arm Ihr Laptop und unter dem rechten Arm Ihren Monitor tragen. Und auf geht’s ins Home-Office. Die eine oder andere Führungskraft wird bei diesem Anblick erleichtert am Fenster gestanden sein und sich gedacht haben: „...puh…geschafft…“ Wenn das alles so einfach wäre, mit dem Home-Office. Mal ganz abgesehen von den möglicherweise zu beachtenden rechtlichen und steuerlichen Rahmen Bedingungen eines offiziellen Home-Offices - ein Detail, das vielleicht aktuell nicht ganz so wichtig ist, gibt es tatsächlich einige elementare Dinge die an der einen oder anderen Stelle nicht oder noch nicht beachtet wurden. Doch gerade solche Details und das weiß jeder, der sich schon einmal mich Veränderungen beschäftigt hat, werden im weiteren Verlauf zu riesigen, schier unlösbaren Problemen. Deshalb ist es immer besser sie überlegt und direkt anzugehen, bevor später entweder nichts mehr geht oder die Ergebnisse weit von dem was notwendig ist abweichen. Home-Office ist eine neue Form der Arbeit. Das wohl dramatischste Missverständnis ist, dass Mitarbeiter ins Home-Office umziehen und die Arbeit dann dort einfach weitergeht, so wie im Unternehmen. Jeder, der schon lange im Home-Office arbeitet, wird die eine oder andere Episode von der ganz persönlichen Lernreise zum erfolgreichen Arbeiten im Home-Office berichten können. Die meisten haben einen anstrengenden und nicht allzu kurzen Lernweg dabei hinter sich gebracht. Gleichwohl wollen die meisten auch die Arbeit im Home-Office nicht mehr missen. Das neue Arbeiten im Home-Office ist mit sehr vielen Vorteilen verbunden. Home-Office ist übrigens - und das haben Studien bewiesen - äußerst effektiv und führt sogar dazu, dass Mitarbeiter weniger Pausen machen und dabei noch glücklicher sind. Und das ist doch ganz wunderbar. Wo ist also der Punkt? Der Punkt ist, dass Home-Office eben nicht mit einem „Fingerschnippen“ einfach so gestartet werden kann. Damit Home-Office funktioniert benötigt es auf mehreren Ebenen Vorüberlegungen, Vorbereitungen und vor allem einen Wandel in der Führungs- und Arbeitskultur - und vor allem einen sehr individuellen Home-Office-Lernprozess jedes einzelnen Mitarbeiters. Dabei gibt es grundsätzlich einige Bereiche, die besonders beachtet werden müssen und eine Vielzahl von signifikanten Details innerhalb dieser Bereiche, die es braucht, dass Arbeiten im Home-Office erfolgreich werden kann. Welche Bereiche müssen beachtet werden?

  • Technik: Laptop, Monitor, etc.

  • Zusatz-Technik: Webcam, Headset, Telefon/ Handy, ggf. Drucker

  • Software: Fernzugriff, Datenaustausch, Konferenzsysteme, Projektmanagement- und Kollaborations-Tools

  • Mitarbeiter - neue Arbeit, neues Vorgehen, neues Selbstmanagement, Verantwortung übernehmen, Kommunikation

  • Führungskräfte - neue Rolle, neue Führung, Verantwortung abgeben, neue Menschlichkeit, Kommunikation

Wer annimmt, dass es damit getan ist jetzt das Home-Office auszurufen und mit Mitarbeiter loszuschicken, der wird eine große Überraschung erleben. Und voraussichtlich eine eher unangenehme. Denn selbst wenn es in den nächsten Tagen erst einmal so aussehen mag, als wäre alles ok, so braucht die digitale Arbeit, und das ist die Arbeit im Home-Office, ganz andere Vorgehensweisen und Spielregeln - bei allen Beteiligten. Nicht umsonst ist digitales Führung und digitales Arbeiten bei den meisten Unternehmen bisher mit so viel Unsicherheit besetzt gewesen. Und nur weil sich jetzt eine äußere Situation ergeben hat, die Home-Office zu einer augenscheinlich guten Möglichkeit macht, sind die Unsicherheiten und Unklarheiten nicht geklärt. Die meisten Fragestellungen werden sich ohnehin erst in den nächsten Tagen oder Wochen ergeben. In den ersten Tagen jetzt, wird so viel Neues und soviel Kennenlernen der neuen Situation sein, dass die Produktivität ohnehin stark hinter dem liegen wird, was möglich ist. Ganz abgesehen von den Herausforderungen im emotionalen Bereich dieser aktuellen Situation. Neue Vorgehensweisen und Spielregeln. Wenn Vorgehensweisen und Spielregeln eingeführt, verstanden, ausprobiert und angepasst sind - und dann auch noch gelebt werden, dann ist digitales Arbeiten und Home-Office eine gigantische Ergänzung zum Arbeiten vor-Ort im Büro. Das effektive Arbeiten von überall auf dieser Welt wäre dann theoretisch denkbar, auch vom Sandstrand in Karibik oder dem Häuschen in der Toskana aus. Doch bis dort hin ist es ein weiter Weg, ein Kulturwandel ist gefragt. Und ein Kulturwandel braucht Zeit und kann nicht innerhalb von wenigen Tagen verordnet werden. Wir alle wissen aus privaten Vorerfahrungen, wie gut wir radikale Wechsel verkraften. Meistens nicht gut. Auch die Fehlerkultur muss sich jetzt massiv wandeln, quasi über Nacht. Denn niemand hat Vorerfahrungen mit der aktuellen Situation. Also ist es eher wahrscheinlich, dass Fehler passieren werden. Wer jetzt nicht den Mut hat Fehler zu machen, der wird definitiv nicht vorankommen und vielleicht sogar sehr schnell an der neuen Situation scheitern! Kein Home-Office? Jeder, der jetzt hier herausliest, dass Home-Office keine gute Lösung ist, der möchte mich explizit falsch verstehen. Und der hat vielleicht direkt ein persönliches Haltungsproblem, das nicht für diese Krise geeignet ist. Und direkt ein persönliches Lernfeld. Das direkte Ansprechen und auseinandersetzen mit Problemen, das Diskutieren von Lösungen und deren Auswirkungen wird in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten essenziell werden. Probleme aussitzen war einmal. Handeln und agieren ist jetzt gefragt. Deshalb: JA! Home-Office - ist das absolut beste, was jetzt getan werden kann! Und die Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter, die jetzt neu mit diesem Thema konfrontiert sind - und zwar in diesem enormen Umfang - können jetzt gemeinsam lernen und es gemeinsam schaffen. Kommunikation ist dabei das wichtigste. Offene, ehrliche und menschliche Kommunikation. Wenn wir jetzt alle gemeinsam "in Führung bleiben", dann haben wir eine sehr gute Chance gemeinsam gut „auf der anderen Seite“ anzukommen.

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